Nachrichten
Nikolaj Znaider widmet sich den Violinkonzerten von Brahms und Korngold
I»Musik existiert in dem Moment, in dem sie gespielt wird.»
Nikolaj Znaider widmet sich den Violinkonzerten von Brahms und Korngold

»Brauchen wir wirklich noch eine weitere Aufnahme solch ewiger Lieblingswerke? Ja, wenn der Interpret etwas Persönliches auszudrücken hat und dies mit größter Überzeugung tut. Zweifellos kann Nikolaj Znaider beides.« - Strings-Magazin
Es mag auch an seinem biographischen Hintergrund liegen, dass sich Nikolaj Znaider zu einem der vielseitigsten Geiger unserer Zeit entwickeln konnte: Der in Dänemark als Sohn einer polnisch-israelischen Familie Geborene studierte bei Boris Kushnir in Wien, der seinen Schülern das Beste sowohl aus der russischen Virtuosen-Schule wie auch der traditionellen Wiener Spielweise zu vermitteln weiß. Nikolaj Znaider ist nicht zuletzt daher an konzertanter Geigenliteratur ebenso wie an bedeutender Kammermusik interessiert. Einspielungen wie die aller Werke für Violine und Klavier von Johannes Brahms werden nicht weniger begeistert gefeiert wie seine Aufnahmen bedeutender Violinkonzerte, darunter oft Werke abseits des Standard-Repertoirs. Die aktuelle Neu-Veröffentlichung kombiniert ein weltbekanntes Konzert mit einem kaum bekannten: Erich Wolfgang Korngold wurde im gleichen Jahr geboren, als Brahms starb. Sein 1945 beendetes Violinkonzert in romantischer Tradition steht in der gleichen Tonart wie das von Brahms. Beide Konzerte wurden für berühmte Virtuosen komponiert – Joseph Joachim und Jascha Heifetz –; beide verbinden weit geschwungene, lyrische Partien mit kontrastreichen, zündenden Rhythmen und auch rustikalem Humor. Bei Korngold kommt noch eine stark erweiterte Farb-Palette in der Instrumentierung hinzu. Znaider spielt diese beiden herrlichen Meisterwerke auf jenem Instrument, das einst schon dem großen Geiger Fritz Kreisler (1875–1962) gehörte – der berühmten ›Guarneri del Gesù‹. Begleitet wird er von den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Valery Gergiev. Beide Aufnahmen stammen aus dem Wiener Musikvereinssaal mit seinem legendären, goldwarmen Klang. Es handelt sich um Live-Mitschnitte, denn wie sagte Nikolaj Znaider doch einmal so schön? „Musik allein für sich zu betrachten ist gefährlich. Bedeutung gewinnt sie nur durch Ihren Kontext. Musik existiert erst in dem Moment, wo sie gespielt wird.“
Johannes Brahms (1833–1897): Violinkonzert D-Dur op. 77 (1878)
I. Allegro ma non tropp
II. Adagio
III. Allegro giocoso, ma non troppo
Erich Wolfgang Korngold (1897–1957): Violinkonzert D-Dur op. 35 (1945)
I. Moderato nobile
II. Romance. Andante
III. Finale
Amazon.ca • Amazon.co.uk • Amazon.com • Amazon.de • Amazon.fr • iTunes